Sonntag, 17. Juni 2007

Ferien KNP 8. - 17. Juni 2007

Unsere Ferien begannen an der Zughaltestelle in Kapstadt. Mit dem Shosholoza Meyl Zug (ehemaliger Trans-Karoo) sind wir von Kapstadt nach Johannesburg gefahren. 27-Stunden später sind wir endlich in Johannesburg angekommen. Die Fahrt war nicht sehr erholsam, und von dem schönen Panorama, was wir uns auf der Fahrt erhofft haben, bekamen wir nicht sehr viel mit, da es relativ früh eingedunkelt hat.

Mit unserem Mietfahrzeug sind wir von Johannesburg, mit einem kleinen Umweg über Pretoria nach Nelspruit in Richtung Krüger National Park gefahren. Auf unserer Reise haben wir die Möglichkeit, in einigen 5-Sterne Game Lodges zu logieren und am Schluss noch auf eigene Faust den Krüger Nationalpark zu erkunden. Wir sind total aufgeregt und freuen uns mit unserer neuen Kamera The Big Five vor die Linse zu kriegen…

Unsere erste Nacht verbrachten wir im Protea Hotel in Nelspruit knapp eine Autostunde vom Krüger entfernt. Der Krüger Nationalpark ist ein vollkommen staatlich verwaltetes Naturschutzgebiet, welches halb so gross wie die Schweiz ist und die berühmten Big 5 – Löwe, Nashorn, Elefant, Leopard & Büffel - beherbergt.

Trotz der kurzen Nacht, sind wir frühmorgens losgefahren um möglichst viel Zeit im KNP zu verbringen, denn bereits um die Mittagszeit müssen wir in unserer nächsten Beherbergung eintreffen, der Jock’s Safari Lodge. Die Lodge befindet sich innerhalb einer privaten Konzession im KNP. In der Lodge waren ausser uns noch 2 Gäste – Schweizer!! Jeder Bungalow hat seine eigene Aussichtsplattform, ein leider nicht beheizbares Schwimmbecken und eine Aussendusche. Die Temperaturen liessen es jedoch nicht zu den Pool zu benutzten und auch die morgendliche Aussendusche war nicht besonders angenehm. Während unseres Aufenthaltes genossen wir 2 Pirschfahren. Leider war unser Ranger nicht besonders kommunikativ und auch mit den Tieren hatten wir nicht besonders Glück.

Unser nächstes Ziel war das Schimpanzen Santuary ausserhalb Nelspruit. Den ganzen Tag haben wir mit Pirschfahren im Mietauto im KNP verbracht so dass wir schliesslich gegen Abend in der Umhloti Lodge ankamen. Die Schimpansen waren bei unserer Ankunft bereits schlafen gegangen und so mussten wir unsere Begegnung auf den nächsten Tag verschieben. Die heutige Unterkunft war wunderschön gelegen und unser Zimmer – die Präsidenten Suite – gigantisch! Am nächsten morgen, wurden uns dann die Schimpanzen gezeigt und ihrer Geschichte erzählt. Die meisten Schimpanzen wurden aus Angola gerettet. Zwei Schimpanzen gehörten einem Nachtklub, welche die Affen als Attraktion vor dem Klub in einem Käfig gefangen hielt, ein anderer kam aus einem Restaurant und eine Vielzahl aus privaten Haushalten, welche die Affen in unzumutbaren Lebensbedingungen hielten. Ein Schimp war nicht einmal fähig einen Baum zu klettern, weil er in seiner Gefangenschaft nie Muskeln entwickeln konnten. Schimpanzen werden in Angola als Prestige in Gefangenschaft gehalten, für Tierkämpfe gebraucht oder gegessen und sind deshalb vom Aussterben bedroht. Das Projekt in Südafrika versucht den Schimpanzen zu erhalten und langfristig wieder in die Wildnis auszusetzen.

Von Nelspruit aus ging es wieder quer durch den Krüger Park ins Sabi Sabi Wildreservat. Hier verbrachten wir 2 Nächte in der Lion Sands River Lodge. Die Lodge ist nicht umzäumt und so musste man immer darauf gefasst sein, dass irgendein Bock oder Büffel sich in den umliegenden Büschen aufhielt. Gleich auf unserer ersten Pirschfahrt hatten wir ein riesen Glück und haben eine beinahe schlafende Leopardin gesehen. Sie lag knapp 3 Meter von dem Geländefahrtzeug entfernt. Ein wunderschönes Tier. Es schien sie auch nicht zu stören, dass wir gleich neben ihr Parkten, doch plötzlich als hinter ihr ein Krokodil ins Wasser ging, sprang sie für einige Sekunden auf um die Lage abzuchecken. Es ging so schnell, dass sie im selben Atemzug auch gleich bei uns im Fahrzeug hätte sein können. Zum Glück entschied, sie sich aber wieder sich hinzulegen um weiter zu schlafen.

Auf den nächsten 3 Pirschfahrten haben wir sie leider nicht mehr gesehen, dafür dutzende Nashörner, Giraffen, Böcke, Nilpferde, Krokodile, Zebras…

Die Tage gingen viel zu schnell vorbei und unseren Luxusaufenthalt in den 5-Sterne Unterkünften auch! Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir in den Restcamps im Krüger Nationalpark, dies sind einfache Self-Catering Unterkünfte im 3-Sterne Bereich. Wir freuten uns total darauf, endlich auch wieder alleine auf die Pirschfahrten zu gehen. Wir finden es beide viel interessanter und aufregender die Tiere auf eigene Faust im Busch zu entdecken. Leider mussen wir jedoch feststellen, dass unser Auto zu klein war um über das doch noch recht hohe Gras zu sehen. Das nächste mal werden wir bestimmt einen Landrover oder Jeep mieten, um so ein wenig mehr zu sehen. Trotz dem kleinen Auto waren die 3 Tage im Busch fantastisch.


Einige Highlight waren etwa 50 Elefanten, welche wir bei der Flussüberquerung beobachten konnten. Oder eine Herde von circa 400 Zebras, welche sich nicht an das Wasserloch traute, weil dahinter ein Rudel Löwen wartete. Sehr speziell war auch ein Impala (Bock), welches von einem Leoparden auf einen Baum hinauf gehängt wurde.

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